Logbuch

Arbeit mit unserem Logbuch

Seit Aufnahme des Schulbetriebes im Schuljahr 2017/18 verfolgt die Schule in der Karl-Heine-Str. das Ziel, das Lernen mit dem gymnasialen Anspruch sowie das Entwickeln der Schüler*innen im Sinne des in § 1 Schulgesetz des Freistaates Sachsen verankerten Bildungs-und Erziehungsauftrages zukunftsfähig zu gestalten. Das heißt für uns als Schule, Unterrichtsentwicklung so voranzutreiben, dass der fächerverbindende, prozesshafte und handlungsorientierte Charakter im Sinne des gehirngerechten Lernens im Vordergrund steht. Bewegte, offene und kompetenzorientierte Unterrichtsformen sind grundsätzlicher Bestandteil unserer Unterrichtspraxis in allen Fächern. Die Schulkonzeption gründet auf den drei Säulen: Gesundheit, Verantwortung und Nachhaltigkeit. Diese drei Grundsäulen fließen in alle Bereiche des Lernens und Lebens unserer Schule ein. Die Stärkung des selbstbestimmten, teilweise selbstorganisierten und insbesondere selbstverantwortlichen Lernens der einzelnen Schüler*innen erfolgt dabei altersgerecht und im Prozess der Umsetzung eines modernen Schulkonzeptes, gestützt durch zahlreiche wissenschaftliche Studien bzw. in der Fachliteratur dargelegten Thesen zur aus unserer Sicht notwendigen Schulentwicklung hin zu zukunftsfähiger Schule. Veränderungen der Stundentafel und der Lehrpläne in Sachsen unterstützen und fördern diese Konzeptionen und stärken die Eigenverantwortung der einzelnen Schule.

Zur Umsetzung und Unterstützung dieses oben dargelegten Prozesses des Lernens wird an unserer Schule jedem Schüler*/jeder Schülerin anstelle eines „normalen“ Hausaufgabenheftes ein von uns nach Beispielen von Logbüchern anderer Schulen ähnlicher Konzepte (z.B. der Evangelischen Schule Berlin Zentrum) eigens für unsere Schule von einem Pädagogen-Team entwickeltes Logbuch zur Verfügung gestellt. Dieses Logbuch dient in der Fülle der darin angebotenen „Tools“ vordergründig der Dokumentation des Lernprozesses sowie der Organisation des selbstverantwortlichen Lernens, aber auch als Kommunikationsmittel mit den Eltern.

Funktionen des Logbuches sind:

-Terminkalender, Stundenpläne, Wochenziele, Stolz-Ecken, Reflexionen über den (Schul)-tag, Mitteilungen für die Eltern, Klassenregeln, Ferienseiten, Zensurenübersicht, Zielvereinbarungen, Zertifikate, Projekttagbuch für den fächerverbindenden Unterricht etc.  

Das Logbuch ist an unserer Schule ständiger Begleiter im Unterricht und wird von jedem/jeder unserer Schüler*innen genutzt.  Ritualisiert werden die Einträge ins Logbuch von jedem Fachlehrer/Fachlehrerin am Stundenende von den Schüler*innen eingefordert, unterliegen aber der Eigenverantwortung der einzelnen Schüler*innen.  Eine Kontrolle der Einträge im Rahmen der Selbstverantwortung sollte von den Klassenlehrern in regelmäßigen Abständen vorgenommen werden. Die Wochenübersicht sollte mit einer Unterschrift der Klassenlehrer*innen, der Schüler*innen sowie der Eltern abschließen. Damit ist eine Absicherung der Kenntnisnahme der jeweiligen Eintragungen durch die Eltern abgesichert sein. Die Eltern sind über die Funktionsweise und Nutzung des Logbuches umfassend informiert, mit den Schüler*innen wird der Umgang mit dem Logbuch von Beginn der 5. Klasse geübt und unterliegt einem besonderen Prozess des altersgerechten Begleitens.

Ein nutzbringendes Gelingen der Arbeit mit dem Logbuch kann es aber nur geben, wenn sowohl der Schüler seine Eintragungen vornimmt als auch die Eltern ihrer Pflicht nachkommen, das Logbuch regelmäßig einzusehen. Eine entsprechend achtsame Kommunikation ist angeraten.

Eintragungen in das jeweils eigene Logbuch unterliegen keinerlei Bewertung und Zensierung, auch sollte eine Korrektur von orthografischen und grammatikalischen Fehlern in den Hintergrund treten. Das Führen des Logbuches und das Anerkennen dessen Nutzens für den Schüler* und die Schülerin sollte freudbetont sein und ein Wachsen-Lassen im Einklang der eigenen Entwicklung gewährleisten.